Wie geht es weiter nach der Schule?

Sprüche zur Berufsvorbereitung
Videos zu Praktikum und Ausbildung
Sprüche zur Berufsvorbereitung
Zur Einstimmung findest du hier eine Sammlung von häufig gehörten und sicher noch häufiger gedachten Sprüchen zum Thema Berufsvorbereitung:
"Als Hauptschüler hab ich ja doch keine Chance."
Klar, wer kämpft, kann auch verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Auch wenn deine Chance klein sein sollte, mach sie größer! Wie - das erfährst du auf den folgenden Seiten.
"Hat noch Zeit."
Je früher du anfängst, dich auf den Beruf vorzubereiten,
desto besser. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Ein Beispiel: Von der Schule aus musst du zwei Betriebspraktika machen. Das ist gut, aber noch besser ist es, wenn du dir so früh wie möglich eigene Praktika und auch Ferienjobs suchst, weil du dabei viel über die Arbeitswelt lernst. Vom Gesetz darfst du freiwillige Praktika und Ferienjobs machen, sobald du 15 bist.
"Jetzt muss ich ja noch nicht. Wenn's drauf ankommt, werd ich's allen schon beweisen, dass ich's kann."
Dann kann es schon zu spät sein. Viele Chancen sind einfach vorbei, wenn man den richtigen Zeitpunkt verpasst hat. Zum Beispiel der Schulabschluss "10B": Um ihn erreichen zu können, musst du in der Klasse 9 mindestens in einem E-Kurs sein, und dort auch mindestens eine 3 im Zeugnis erreichen. Ob du in einen E-Kurs gehen kannst, entscheidet sich aber schon in der 8. Klasse. Das heißt: Schon in der Klasse 7 und 8 stellst du die Weichen für deinen Schulabschluss nach der Klasse 10!
"Ich will nach der Hauptschule lieber weiter zur Schule gehen, und dort einen höheren Schulabschluss machen. Das ist weniger anstrengend als arbeiten."
Die Anforderungen in den weiterführenden Schulen werden immer höher, und damit auch das Risiko, hier zu scheitern. Frag dich selbst: Bist du wirklich ein "Lerntyp", der sich ohne Probleme hinsetzen und konzentriert seine Hausaufgaben machen und für die Klassenarbeiten lernen kann? Oder bist du eher ein "praktischer Typ",
der (oder die) lieber anpackt und körperlich tätig ist?
"Zu so 'ner Arbeit hab ich keine Lust."
Jede qualifizierte Arbeit ist besser als gar keine Arbeit. Und wer gelernt hat,
gut zu arbeiten, hat eher eine Chance, auch etwas Besseres zu finden.
Ein Beispiel: Im Betriebspraktikum ärgern sich manche Schüler, wenn sie putzen oder andere "Drecksarbeit" erledigen müssen. Wenn du aber zeigst, dass du jede Arbeit zuverlässig, schnell und gründlich erledigen kann, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man dir auch interessantere Aufgaben anvertrauen wird. Auch im späteren Arbeitsleben zeigt es sich immer wieder: Wer in den kleineren Dingen gut ist, bekommt Chancen für Größeres.
"Ich habe keine Lust, mich überflüssig anzustrengen. Wenn es wirklich wichtig ist, werde ich auch Leistung bringen."
Träum weiter! Das wird so nicht klappen. Leistungsfähigkeit ist nämlich nicht nur eine Frage des "Willens". Es gehört auch Übung und Training dazu. Pünktlich sein, sich lange konzentrieren können, cool bleiben, wenn Schwierigkeiten auftauchen - auch das will gelernt und geübt sein. Wenn du dich zum Beispiel daran gewöhnt hast, in der Schule morgens oft zu spät zu kommen, wird es ziemlich hart werden, im Praktikum vom ersten Tag an immer pünktlich zu sein - und das wirst du bringen müssen.
"Ich hab einen Traumberuf, aber den schaff ich ja doch nicht."
Wenn du etwas wirklich willst, solltest du nicht vorzeitig aufgeben, sondern alle Möglichkeiten mit Nachdruck überprüfen. Gibt es wirklich keinen Betrieb, der dir einen Praktikumsplatz im Umfeld deines Traumberufs anbieten kann? Und wenn es für die Betriebspraktika nicht klappt - vielleicht findest du einen interessanten Praktikumsplatz für die Ferienzeit.
"Ich will mich noch nicht festlegen."
Erfahrungen legen dich nicht fest, im Gegenteil - sie zeigen dir bisher unbekannte Möglichkeiten. Wenn du irgendetwas genauer kennenlernst, weißt du danach viel genauer, was du willst und kannst - und natürlich auch, was du nicht willst. Probier einfach eine Sache aus. Danach kannst du dich immer noch ganz anders entscheiden.
"Ich mach doch keinen Beruf für Frauen/Männer!"
Berufsbilder ändern sich. Was früher typsch nur für Frauen war, kann heute für Männer sehr interessant sein und umgekehrt. Wenn du einen Beruf wählst, den früher kein Mädchen oder kein Junge gemacht hätte, hast du meistens ganz besondere Chancen, weil du hier gebraucht wirst!
Zwei Beispiele: Bist du ein Mädchen und an Technik interessiert?
Dann hast du in der Industrie heute unglaublich gute Chancen.
(Wenn du das nicht glaubst, schau dir unten auf der Seite das zweite Video an!)
Bist du ein Junge und kannst gut mit Menschen umgehen? Dann stehen dir beispielsweise in sozialen Berufen (z.B. im Altenheim, im Krankenhaus, im Kindergarten, im Heim) alle Türen offen. Dort werden Männer händeringend gesucht!
"Alles nicht so wild, dann mach ich halt Hartz 4."
Wenn du als junger Mensch Hartz 4 beantragst, wird dir die Arbeitsagentur das Leben zur Hölle machen. Du musst dann jede Arbeit, die sie dir anbieten, sofort annehmen. Hör auf mit solchen Sprüchen, sie schaden dir nur.
Zum Schluss noch ein paar bessere Sprüche, die eher dazu geeignet sind, deinem Leben eine bessere Zukunft zu geben:
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*Resignation = Gefühl von Aussichtslosigkeit, Mutlosigkeit
Videos zu Praktikum und Ausbildung

Als weitere Einstimmung auf das Thema "Berufsorientierung" kannst du dir hier zwei Videos anschauen:
Bei der Firma Burgwächter in Meinerzhagen wurde ein Interview geführt zu der Frage "Wie wünschen Sie sich einen guten Praktikanten?" Der Betriebsleiter, ein Ausbilder und eine ausbildende Fachkraft antworten ...
| Firma Burgwächter - Tipps für das Verhalten im Betriebspraktikum |
"Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um bei der Firma Burgwächter Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu bekommen?" "Wie stehen die Chancen für Mädchen?" Diese und andere Fragen werden in diesem Video beantwortet.
| Firma Burgwächter - Tipps für die Vorbereitung auf eine Ausbildung |